Die CDU Zetel/Neuenburg kritisiert die Verfügung des Landkreises

Ole Peuckert und Jörg Mondorf halten die Maßnahme für überzogen

28.09.2020

Seit Freitag, 25.09.2020, sind im Landkreis Friesland 7 weitere Personen positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet worden, 2 weitere Personen sind genesen. Somit sind aktuell 40 Personen positiv getestet, 1 Person davon befindet sich in stationärer Behandlung. Zur Verhinderung der weiteren Verbreitung erließ der Landkreis Friesland am Samstag, 26.09.2020 eine eigene Verfügung für den gesamten Landkreis Friesland mit nicht unerheblichen Einschnitten, die über die Rechtsverordnung des Landes hinausgehen.

 Aus datenschutzrechtlichen Gründen sind die Infektionszahlen nach Landkreisen aufgeschlüsselt und lassen keinen Bezug auf seinen unmittelbaren Wohnort zu. Dennoch war den Zeitungsartikeln zu entnehmen, welche Feiern von Jugendlichen zu einem Anstieg der Zahlen geführt haben. Der Anstieg ist somit im Nordkreis des LK Friesland zu verzeichnen und Einbußen müssen dafür aber jetzt alle Friesländer hinnehmen.
Die CDU Zetel/Neuenburg kritisiert diese großflächige Maßnahme, so Ole Peuckert, Pressesprecher der CDU Zetel/Neuenburg.
"Wir sind überzeugt, dass die geltenden AHA-Maßnahmen eine Ausbreitung des Virus einschränken. Gepaart mit den Verantwortungsvollen Bürgerinnen und Bürgern aus Zetel und Neuenburg haben wir in der Vergangenheit bewiesen, dass wir die Infektionszahlen in der Nachbarschaft gering halten können. Die jetzigen generellen Maßnahmen für einen ganzen Landkreis halte ich für überzogen."
Der Fraktionsvorsitzende Jörg Mondorf ergänzte:
"Ich bin für eine differenzierte Betrachtung des Geschehens und dafür, dass die Maßnahmen sich auf den Bereich beziehen, den es betrifft. Es steht außer Frage, dass wir auf lokale Ausbrüche entsprechend reagieren müssen, die Maßnahmen sollten dann aber auch lokal gültig sein. Wenn gesichert ist, dass der Ausbruch auf eine private Feier unter Jugendlichen zurückzuführen in einer anderen Gemeinde ist, ist es überzogen eine Grundschule ohne Bezug zum Ausbruch zu sanktionieren. Dieses stellt die ohnehin gebeutelten Eltern vor unnötige Probleme. Die Entscheidung des Landkreises ist überzogen und undifferenziert."